Es gibt Orte, die Jahrhunderte überdauern, voller Geschichten, Seelen und Erzählungen, und sich verwandeln, um ihre Zukunft besser zu schreiben. Acolytes ist einer dieser seltenen Orte, an denen das „Vorher/Nachher“ der Renovierungen nicht nur eine Sanierung ist, sondern eine wahre Wiedergeburt. Im Herzen eines Renaissancegebäudes aus dem Jahr 1537 verbindet dieses einzigartige Projekt auf feine Weise Erbe, Kunst, Natur und nachhaltige Gastronomie..
Ein Renaissancejuwel mit tausend Geschichten
Das Gebäude von Acolytes aus dem 16. Jahrhundert bewahrt seinen alten Charme sorgfältig. Die Hauptfassade zur Rue des Chevaliers am Rand des Place des Moulins wird von großen Rundbogenfenstern mit filigranem Schmiedeeisen beleuchtet. Die „Flaschenboden“-Gläser bringen ein sanftes Licht und schaffen eine zeitlose Atmosphäre.
Im Inneren fallen die Blicke auf Gemälde, die das lokale Leben und seine Geschichte erzählen: Yerri Vetter, ein emblematischer Bauer, der Markt von Sélestat, Werke des Malers Félix Haffner. Auf einem Kapitell links von Yerri zeigt ein verspieltes Wappen eine Schere, ein Bügeleisen und ein Maßband — ein neckischer Hinweis auf den ursprünglichen Zweck des Ortes. Weitere Wappen von Zünften erscheinen an der linken Wand und zeugen vom reichen handwerklichen Erbe des Hauses.
Die Renovierungsarbeiten von 1880, durchgeführt vom lokalen Künstler Alphonse Koffel, ergänzten und veredelten die Dekoration kunstvoll und verbanden Geschichte mit der Modernität der Zeit. Diese künstlerischen und architektonischen Schichten verleihen dem Ort eine einzigartige historische Dimension zwischen Tradition und Erneuerung.


Das „Vorher“: ein lebendiges Erbe bewahren
Die Herausforderung des „Vorher“ in diesem Projekt war enorm: Wie respektiert man dieses mit Seele erfüllte Dekor und bietet zugleich Lucas Engels Team einen funktionalen, hellen Raum, der für eine zeitgemäße und engagierte Küche geeignet ist? Wie verbindet man die Elemente der Epoche — Holzvertäfelungen, Fachwerk, Fresken, Konsolen — mit einem nachhaltigen und umweltbewussten Ansatz?
Diese Überlegung leitete jede Entscheidung, indem das natürliche Licht, das durch alte Glasdächer filtert, betont wurde, geschnitzte Details und Fresken erhalten blieben und edle, verantwortungsbewusste Materialien eingeführt wurden, um Komfort und Modernität zu bringen.


Das Projekt: ein Dialog zwischen Handwerk und Natur
Die Umsetzung erfolgte in einem Geist der Zusammenarbeit und des Respekts. Innenarchitektin Nadia Gulino, in Symbiose mit der Vision von Chef Lucas Engel, orchestrierte die Verwandlung, indem sie mit Material und Licht spielte. Kalk, Sand, Stein und massives Eichenholz stehen im Dialog mit alten Steinen und antiken Fresken und schaffen einen Rahmen, in dem Vergangenheit und Gegenwart sich begegnen.
Die Einrichtung, geprägt von organischen Farbtönen und natürlichen Texturen, lädt zur Kontemplation und Entspannung ein. Handwerkliches Geschirr, grüne Fayencen und pflanzliche Akzente vervollkommnen eine warme Atmosphäre, die dem engagierten und respektvollen Geist des Küchenchefs entspricht.
Das „Nachher“: ein lebendiger Rahmen für ehrliche Gastronomie
Heute ist Acolytes ein Ort, an dem Geschichte ebenso genossen wird wie die Gerichte. Jede Mahlzeit ist eine Feier des Terroirs, getragen von einer Küche, die sich auf Produkt und Natur konzentriert, serviert in einem Rahmen, in dem die Erinnerung an den Ort allgegenwärtig ist.
Das Erlebnis lädt die Gäste auf eine Reise durch die Zeiten ein, wo antike Fresken mit zeitgenössischen Möbeln koexistieren, wo das Licht der alten Glasfenster die Wärme der Eiche streichelt und wo jedes Detail eine Geschichte von Leidenschaft, Können und Engagement erzählt.
Vorher / Nachher: ein liebevoll und bewusst neu erfundener Ort
Dieses Projekt ist weit mehr als eine einfache Renovierung. Es spiegelt eine Philosophie wider, in der Gastronomie, Erbe, Umwelt und Kunst sich vermischen, um ein einzigartiges Erlebnis zu bieten. Es ist eine Hommage an die Zeit, die Natur und die Menschen, die diesen Ort mit Strenge und Aufrichtigkeit formen.
Bei Acolytes ist jeder Stein, jedes Fresko, jeder Teller ein Versprechen von Emotion und Respekt. Das „Vorher/Nachher“ wird so zu einer Ode an die Wiedergeburt, eine Einladung, Geschichte und Natur in einem außergewöhnlichen Rahmen voll auszukosten.